von Lutz Hübner und Sarah Nemitz

Der Sohn von Nele Siebold wurde bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt und liegt seitdem im Koma. Der 18-Jährige rannte unter Drogeneinfluss vor ein Auto. Den Fahrer – den OB Kandidaten Heiko Braubach – trifft keine Schuld, so ist aus den Medien zu erfahren, in denen Polizei- und Gutachterberichte veröffentlicht wurden. Trotzdem meldet sich der Politiker bei der alleinerziehenden Mutter, um ihr seine Unterstützung zu versichern, und vermutlich auch, um den Vorfall aus den Schlagzeilen zu bringen. Nicht ohne Vorbehalte empfängt die Mutter den Politiker in ihrer Wohnung. Sie erklärt Braubach, dass auch ihr Neffe Jerome, der als Paketausfahrer beschäftigt ist, bei dem Treffen dabei sein werde, doch dieser verspätet sich. Als es Braubach gerade gelungen ist, Nele von seinen guten Absichten zu überzeugen, trifft Jerome ein und damit nimmt dieser Abend eine radikale Wendung.

Ein spannendes Schauspiel über Politikverdrossenheit, Hate-Speech, die Macht eines gezückten Smartphones, über sich fast ausschließende Perspektiven auf die Wirklichkeit und die Sehnsucht nach einfachen Lösungen.

Infos


Regie: Claudia Rüll Calame-Rosset
Bühne & Kostüm: Claudia Rüll Calame-Rosset
Aufführungsrechte bei HARTMANN &  STAUFFACHER GmbH Verlag für Bühne, Film und Fernsehen, Köln
  Premiere: 15. Dez. 2021