Das Theater Lindenhof hat sein bisheriges Kartenverkaufsbüro zu einem Servicebüro mit Touristeninformationsstelle erweitert.

Für ländliche Räume sind neue Konzepte der Infrastrukturentwicklung erforderlich. Innovative Lösungsansätze erfordern auf lokale Bedingungen abgestimmte Umsetzungen. Dem stellt sich das Theater Lindenhof als Kulturpartner der Region.

Eine Kooperation des Theaters mit der Ferienregion „Im Tal der Lauchert“ und der Sitzgemeinde Burladingen

Durch das Förderprojekt TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel konnte das Kartenbüro des Theaters zum Servicebüro umstrukturiert werden. Hier finden BesucherInnen seit Oktober 2016 neben Theaterprogrammen auch Karten und Infomaterial zur Region.

Stärken Sie sich mit einem gratis Kaffee, informieren Sie sich über die regionalen Ausflugsziele, und über unser Theaterangebot, holen Sie sich ein Buch von unserem Büchertauschregal und tanken Sie nebenbei an der E-Tankstelle zeitgleich Ihr E-Bike auf.

Melchinger Bürger können hier Ihre Gelben Säcke abholen.

Unser Servicebüro ist regulär von Mo. bis Fr. von 10-18 Uhr geöffnet.










Ortsteil Melchingen

Die Idee dahinter:

Ausgangspunkt dieses Projektes im Rahmen von STADT.LAND.IM FLUSS. ist die Überlegung, wie man neue Kooperationsmodelle, Arbeitsformen und Synergien zwischen dem Theater und seiner Gemeinde und seiner Region zu beiderseitigem Nutzen entwickeln kann.

In Melchingen, wie in den meisten kleineren Gemeinden, werden sämtliche Aufgaben von ehrenamtlichen Ortsvorstehern übernommen. Ehrenamtlich bedeutet in diesem Fall nach oder vor den üblichen Arbeitszeiten. Für die Bevölkerung auf dem Land und insbesondere für die Besucher der Region gibt es somit nur wenige oder keine Möglichkeiten, sich über die Gemeinde und die Region zu informieren oder konkrete Dinge zu anderenorts üblichen Öffnungszeiten zu erfahren oder zu erledigen. Hier sieht das Theater einen ersten Ansatz für einen transformatorischen Prozess der Gemeinde und des Theaters als Kulturinstitution. Als Verbindung zwischen dem Ort Melchingen und dem Theater Lindenhof soll ein Theaterkartenvorverkauf (Montag bis Freitag zwischen 10 und 18 Uhr) in einem bis dato nicht existenten Bürger-, Gemeinde- und Regionalinformationsbüro etabliert bzw. umgewandelt, transformiert werden. In diesem Büro sollen neben den üblichen Theaterkarten – zur Förderung des Regionalcharakters und der interkommunalen Zusammenarbeit – auch Wander-, Exkursions- und weiteres Infomaterial für alle anderen Gemeinden und Kulturveranstalter zur Verfügung stehen und eine Beratung stattfinden.

Welche weiteren Aufgabenverteilungen und Synergien sich zwischen der Gemeinde und einer privat getragenen Kulturinstitution wie dem Theater Lindenhof im strukturschwachen Raum ergeben können, möchten die Beteiligten von 2016 bis 2018 gemeinsam herausfinden. Realisiseren können wir diesen Service im Rahmen des Projekts STADT.LAND.IM FLUSS. im Rahmen des von der Kulturstiftung des Bundes finanzierten Programms TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel.

TRAFO– Modelle für Kultur im Wandel 
Das Programm „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“, eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes, unterstützt von 2016 bis 2020 sechs modellhafte Transformationsvorhaben in den Regionen Oderbruch, Südniedersachsen, in der Saarpfalz und auf der Schwäbischen Alb, die exemplarisch für die Herausforderungen in ländlichen Räumen stehen.

Lernenden Kulturregion Schwäbische Alb 
ist ein Transvormationsvorhaben auf der Schwäbischen Alb in dem sich mehrere Museen, Theater und Festivals zu vier Kulturwerkstätten zusammengefunden haben. Gemeinsam entwickeln sie neue Kulturangebote und Formate, um sich noch stärker für ihr Umfeld, den ländlichen Raum, zu öffnen. Das Projekt „Lernende Kulturregion Schwäbische Alb“ wird gefördert in „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“, einer Initiative der Kulturstiftung des Bundes, durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg.

LEADER Baden-Württemberg
LEADER steht für »Verbindungen zwischen Aktionen zur ländlichen Entwicklung« (franz. «liaison entre actions de développement rural»). Die in ausgewählten Regionen verfügbare Förderung beabsichtigt eine aktive und gezielte Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Verbänden und Institutionen. Der methodische Ansatz ermöglicht den Menschen vor Ort, regionale Prozesse mitzugestalten, lokale Stärken auszubauen und neue, innovative Wege zu erproben, um auf Herausforderungen im ländlichen Raum zu reagieren.

RTF 1 Nachrichten Bericht zur Übergabe des Schildes Juni 2016