Komödie von Florian Battermann basierend auf dem gleichnamigen Film von Hilly Martinek und Til Schweiger
In einer musikalischen Bearbeitung von Heiner Kondschak

Das Mädchen Tilda liebt ihren Großvater Amandus über alles. Als der an Alzheimer erkrankte Amandus nach dem Tod seiner Frau zusehends abbaut, nimmt die Familie ihn bei sich auf. Die fortschreitende Krankheit löst im Familienhaushalt einiges Chaos aus. Tilda findet das lustig. Doch Tildas Eltern sind der Ansicht, dass es so nicht weiter gehen kann und planen einen Umzug von Amandus in ein Seniorenheim. Da beschließt Enkelin Tilda kurzerhand ihren Opa nochmals an den Ort zu bringen, an dem er einst mit seiner großen Liebe so glücklich war: Venedig! Eine abenteuerliche Reise beginnt.

Das Bühnenstück nach der Bühnenfassung von Florian Battermann in einer Bearbeitung von René Heinersdorff, basierend auf dem gleichnamigen Film von Hilly Martinek und Til Schweiger wird am Theater Lindenhof ergänzt um Lieder und Musik von Heiner Kondschak.

Infos


Dauer:120 Minuten inkl. Pause
Es spielen: Wolfram Karrer, Boris Rosenberger, Heiner Kondschak, Berthold Biesinger, Kathrin Kestler, Linda Schlepps
Regie: Heiner Kondschak
  Musik: Heiner Kondschak
Bühne & Kostüme: Ilona Lenk
Regieassistenz: Leonie Gottschald
Foto- und Videoerstellung und Bearbeitung: Matthias Betz, Leonie Gottschald, Jeremias Heppeler, Ilona Lenk, Mira Lenk
Premiere: 2. November 2019

Pressestimmen

  • „Großartig war die darstellerische Leistung von Berthold Biesinger, er spielte die Demenz des Amandus Rosenbach glaubhaft und lebensecht. Biesinger also als alter Mann, der in seiner ganzen Hilflosigkeit doch seine Würde bewahrt, dem man aber auch seine Angst und seine Seelenqual anmerkt. (…) Man schloss ihn sofort ins Herz. Den Rest dieser Sympathie hat Linda Schlepps hinzu gekarrt, die seine Nichte Tilda spielte, das kleine Mädchen, das ihren Großvater liebt, das an ihn glaubt und ihm neue Energie schenkt. Seicht? Heile Welt? Nein anrührend, berührend, nachdenklich stimmend. Am Ende der Vorstellung, bevor der Applaus losbrach, flossen bei mindestens einer Zuschauerin die Tränen. Man kann das Stück, in das Heiner Kondschak zudem mehrere eingängige Lieder hineingeschrieben hat, empfehlen.“  Von Matthias Badura.
    Hohenzollerische Zeitung, 04.11.2019
  • "Die Zuschauer, während der Aufführung zum Teil zu Tränen gerührt, trampelten und juchzten und holten mit ihrem Beifall das Ensemble immer wieder hitner dem Vorhang hervor. Das lag nicht nur an der sensiblen Bearbeitung von Regisseur und Musiker Heiner Kondschak, sondern auch am überragenden Spiel von Berthold Biesinger. Berthold Biesinger verkörpert den ins Vergessen abdriftenden Senior Amandus Rosenbach so glaubwürdig und integer, dass man ihn manchmal am liebsten einfach in den Arm nehmen würde. Das Thema Alzheimer, das Til Schweiger mit "Honig im Kopf" zum Erfolgsstreifen gemacht hat, geht auch als Bühnenstück unter die Haut. So sehr die Szenen berühren, es darf auch gelacht werden. Etwa, wenn Opa Amandus auf der Trauerfeier von seiner Frau Margarethe ungeniert von deren großen Brüsten schwärmt (...). Heiner Kondschak tritt nicht nur in den kleinen Rollen auf, als Arzt, Bahnhofswärter, Kellner oder Hotelmitarbeiter, er hat auch einige Lieder komponiert. Lieder, die wenn Biesinger sie vorträgt, tief berühren. Ein Geniestreich fast, dass Opas letztes Lied "Es geht eine dunkle Wolke herein..." ein symbolträchtiges Abschiedslied aus dem 16. Jahrhundert ist." (Von Erika Rapthel-Kieser)
    Schwarzwälder Bote, 06.11.2019
  • „Starke Schauspielerleistungen machen den Abend zum Erlebnis. Die Gratwanderung zwischen Ernst und Komik gelingt. Berthold Biesinger schlüpft in die Rolle des Alzheimer-Patienten Amandus Rosenbach, den vor ihm auf der Leinwand Dieter Hallervorden und Nick Nolte verkörpert haben (…) Biesinger findet seinen eigenen Ton. Nicht so schnoddrig wie Hallervorden kommt er in den lustigen Szenen rüber, aber die Pointen sitzen und das Zusammenspiel mit Linda Schlepps, die seine Enkelin Tilda spielt, ist grandios, weil zutiefst menschlich. (…) Die Lieder, die Heiner Kondschak, zugleich Regisseur und mehrfacher Nebendarsteller, für die Figur des Amandus geschrieben hat, sind ein echter Gewinn für das Stück. Darin reflektiert der ehemalige Tierarzt seine Situation. Wie es ist, >>wenn der Kopf sich von allein entlädt<<.“ Christoph B. Ströhle
    Reutlinger Generalanzeiger, 04.11.2019