Lass mich atmen,
oh gnädiger Himmel

Geschichten von hinter den Mauern

Von 13.-28. September 2019


Viel hat sich zugetragen auf dem „Aschberg“. Im Rahmen des 1200jährigen Jubiläums der Stadt Asperg hören und blicken wir in die Geschichte der Festung. Wir begegnen Gefangenen verschiedener Jahrhunderte. Sie wurden aus den unterschiedlichsten Lebenswelten gerissen, bevor sie sich auf dem Hohenasperg wiederfanden. Ein Blick in ihr Leben zeigt wie sie der „Schicksalsberg“ verändert hat. Es geht um Recht und Gerechtigkeit. Um Macht und Ohnmacht. Um Staat und Bürger. Um Herrscher und Beherrschte. Es entblättern sich Geschichten voller Tragik, aber auch Kuriositäten.

Gespielt wird im Burggraben der Festung Hohenasperg.

Es spielen: Robert Arnold, Sandra Hartmann, Bernhard Hurm, Kathrin Kestler, Dietmar Kwoka, Franz Xaver Ott, Sebastian Schäfer, Nicole Schneider
Regie: Christof Küster
Textfassung: Christof Küster
Dramaturgie: Barbara Brandhuber
Bühne & Kostüme:
Maria Martinez Peña
Regieassistenz: Jakob Heim
Produktionsleitung: Philipp Knöpfler
Technische Ltg.:
Ralf Wenzel
Recherche & Vorlage: Axel Krauße & Peter Sindlinger
Fotos: Daniela Aldinger

Hier gibt’s den flyer_asperg_end

Die Festung Hohenasperg

war von 1535 bis 1693 eine aktive Festung des Landes Württemberg auf dem Hohenasperg, oberhalb der Stadt Asperg im heutigen Landkreis Ludwigsburg. Aufgrund der teilweise auch politisch aktiven, inhaftierten Intellektuellen vom 18. bis ins 20. Jahrhundert nannte der Volksmund die Festung auch „Hausberg der schwäbischen Intelligenz“. Seit 1950 ist der Hohenasperg das Vollzugskrankenhaus der baden-württembergischen Justiz und zuständig für die ärztliche Versorgung stationär behandlungsbedürftiger kranker Gefangener in Baden-Württemberg.

Pressestimmen

  • "Der Regisseur Christof Küster hätte aus den Häftlingsschicksalen zahllose Stücke inszenieren können, ihm blieb aber nur der Versuch einer repräsentativen Auswahl. Auch wenn er besonders das 20. Jahrhundert im Parforceritt abhandelt, gelingt ihm die Herausforderung. Zunächst wird die Geschichte Marianne Pirkers erzählt. Der Weg vom Star zur gebrochenen Frau, die durch die Haft ihre Stimme verlor, spielt eindrücklich die Sängerin Sandra Hartmann. Während des gesamten Stücks bietet sie ergreifende Gesangseinlagen. Darauf folgt das Schicksal des Dichters Christan Friedrich Daniel Schubart [...]. Die Originalzitate, mit denen das Stück vornehmlich arbeitet, entwickeln hier eine besondere Kraft. Schubarts Briefe und Gedichte aus der Isolationshaft sind wortgewaltige, erschütternde Zeugnisse einer Zeit rechtsfreier Barbarei. [...] Im gesamten Stück spielt der "Remstalrebell" Helmut Palmer eine tragende Rolle [...]. Auf einer Metaebene tritt er clownesk auf und ruft seine Wut über den deutschen Untertanengeist in den Himmel. Überhaupt spart das Ensemble nicht mit lustigen Einlagen, auch die Rolle des Wärters ist süffisant ausgelegt. Bei der Tragik der Schicksale mag man sich fragen, ob solch Klamauk angebracht ist, doch die Darsteller schaffen die Balance zwischen Trauer und Ironie. [...] Als Zuschauer verlässt man nachdenklich den Asperg, dieses Brennglas deutscher Geschichte. Es ist schwer, von der Performance vor den unentrinnbaren Mauern nicht beeindruckt zu sein." (Von Fabian Stetzler)
    Stuttgarter Zeitung, 14.09.2019

Preise

Vorverkauf 28,00 Euro (Regulär); 23,00 Euro (ermäß.)
Abendkasse 32,00 Euro (regulär); 27,00 Euro (ermäß.)

Keine Platzreservierung. Freie Platzwahl.
Eine Rücknahme, Stornierung oder Umtausch der Tickets ist nicht möglich. Keine Rückerstattung bei Ausfall der Veranstaltung.

Abendkasse

Die Abendkasse öffnet um 19 Uhr.

Vorverkauf

Stadtbücherei, Marktplatz 2, 71679 Asperg
Di., Do., Sa. 10-13 Uhr; Di.-Fr. 14-18 Uhr
Service- und Kartenbüro Theater Lindenhof oder online (zum selbst Ausdrucken).
Oder über die Vorverkaufsstellen des KulturTicket NeckarAlb


Eine Veranstaltung der Stadt Asperg

in Kooperation mit dem Theater Lindenhof Melchingen.

Stadt Asperg, Marktplatz 1, 71679 Asperg
Tel. 07141-269-0; Mail: kultur@asperg.de