Hochverehrtes Publikum, liebe Leut,

 

"Der Mensch lebt noch überall in der Vorgeschichte, ja alles und jedes steht noch vor Erschaffung der Welt, als einer rechten. Die wirkliche Genesis ist nicht am Anfang, sondern am Ende, und sie beginnt erst anzufangen, wenn Gesellschaft und Dasein radikal werden, das heißt sich an der Wurzel fassen. Die Wurzel der Geschichte aber ist der arbeitende, schaffende, die Gegebenheiten umbildende und überholende Mensch. Hat er sich erfaßt und das seine ohne Entäußerung und Entfremdung in realer Demokratie begründet, so entsteht in der Welt etwas, das allen in die Kindheit scheint und worin noch niemand war: Heimat" (Ernst Bloch - Das Prinzip Hoffnung)

Kaum ein anderer hat die Sehnsucht nach einer besseren und gerechteren Welt so präzise gefasst wie Ernst Bloch in seinem Hauptwerk "Das Prinzip Hoffnung". Geschrieben im US-amerikanischen Exil sollte es den Titel "Dreams of a Better Life " bekommen. Dabei skizziert er die Gefahren der Furcht und formuliert die Erkenntnis: "Die Utopie ist kein Nirgendwo oder Wolkenkuckucksheim, sondern Teil der Realität – denn Hoffnung auf Veränderung besteht jederzeit."

Das "Wir schaffen das!" von Angela Merkel aus dem Jahre 2015 skizziert in faszinierend einfacher und treffsicherer Weise Blochs Utopie. Vom Glauben an eine humane Welt beseelt und von der kollektiven Kraft einer Nation überzeugt, hat die Kanzlerin zur aktiven Gestaltung dieser "besseren Welt" aufgefordert. "Schaffen" ist den Schwaben nicht fremd. Folgerichtig konnten die politischen Verantwortlichen in Baden-Württemberg mit dieser Maxime weitaus mehr anfangen als die Politiker unseres Nachbarlands, die eine der bedeutendsten politischen Gesten deutscher Politik zum historischen Fehler erklärten. Dabei positioniert sie Deutschland in der Welt als moderne Gesellschaft, die für die Grundrechte einsteht.

In unserem aktuellen Programm finden sich viele Produktionen und Veranstaltungen, die sich mit unserer politischen und sozialen Wirklichkeit auseinandersetzen. Wir haben Gespräche mit der Taz über politische Kultur, im Erzählcafé diskutieren wir mit Boris Palmer über die Zukunft unseres Planeten, wir erstellen einen Abend mit dem Titel "Wir schaffen das", für den wir Lamya Kaddor, Publizistin, muslimische Religionspädagogin und Manne Lucha, Minister für Soziales und Integration des Landes Baden-Württemberg, gewinnen konnten, und, und, und… Bunt ist unser Land. Bunt und vielfältig auch unser Programm. Schauen Sie vorbei. Wir freuen uns auf Sie.

Herzlich
Stefan Hallmayer


 

Kulturstiftung des Bundes Trafo Modelle für Kultur im Wandel Logo Stadt.Land.ImFluss

 

nächste Spieltermine

Di 25.4. 20.00 Uhr Hans im Glück
Mi 26.4. 20.00 Uhr Hans im Glück
Do 27.4. 20.00 Uhr Gaisburger Marsch
Fr 28.4. 20.00 Uhr Pepper & Salt SENGSALABEM
Sa 29.4. 20.00 Uhr Die Windmüller
So 30.4. 15.00 Uhr Märchenkrimi- 2. Märchen
So 30.4. 20.00 Uhr Die Windmüller
Mo 1.5. 19.00 Uhr Gaisburger Marsch
Di 2.5. 10.00 Uhr Märchenkrimi- 2. Märchen
Do 4.5. 20.00 Uhr Rennfahrer Bieberle
Fr 5.5. 20.00 Uhr Die Ausreißerinnen
Sa 6.5. 20.00 Uhr Emmas Glück

 

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