• Foto: Frank Dinkelmann - Wir sind nichts; was wir suchen ist alles.
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  • Wir sind nichts; was wir suchen, ist alles.Hyperion
    Wir sind nichts; was wir suchen ist alles.

 

TÜBINGER SOMMERTHEATER

Wir sind nichts; was wir suchen, ist alles.

Annäherung an Friedrich Hölderlins Hyperion

„Doch uns ist gegeben,
Auf keiner Stätte zu ruhn,
Es schwinden, es fallen
Die leidenden Menschen
Blindlings von einer
Stunde zur andern,
Wie Wasser von Klippe
Zu Klippe geworfen,
Jahr lang ins Ungewisse hinab.“

Im einzigen Roman Hölderlins Hyperion oder der Eremit in Griechenland berichtet der Grieche Hyperion rückschauend in 60 Briefen seinem deutschen Freund Bellarmin von seinem Leben. In der Schilderung Griechenlands durchdringen sich Vergangenheit und Zukunft, Traum und Verheißung. Die Texte geben Hölderlins schmerzhafter Befindlichkeit poetischen Ausdruck. Eine Überwindung des anklagenswerten Zustands scheint durch die Natur möglich.

„Schönheit der Welt! du unzerstörbare! du entzückende! mit deiner ewigen Jugend! du bist; was ist denn der Tod und alles Wehe der Menschen? – Ach! viel der leeren Worte haben die Wunderlichen gemacht. Geschiehet doch alles aus Lust, und endet doch alles mit Frieden.

Wie der Zwist der Liebenden, sind die Dissonanzen der Welt. Versöhnung ist mitten im Streit und alles Getrennte findet sich wieder.“

Der Name Hyperion bedeutet  „der oben Gehende“. Dem kommen die Schauspieler aus Corona- Gründen nahe. Sie agieren in luftigen Höhen über den Köpfen der Zuschauer in den Bäumen des Seufzerwäldchens der Tübinger Neckarinsel. Die Zuschauer sitzen, in gebührendem Abstand voneinander, auf Baumstümpfen und folgen der wunderbaren Sprache Hölderlins.

Infos


Dauer: ca. 1,5 Stunden. Keine Pause.
Es spielen: Bernhard Hurm, Martin Olbertz, Linda Schlepps
Fassung, Regie, Bühne & Kostüme: Siegfried Bühr
Musik & musikalische Leitung: Susanne Hinkelbein
Musiker: Susanne Hinkelbein / Herwig Rutt (Flügel),
Victor Oswald /Sergej Riasanow (Akkordeon)
Kostüme: Siegfried Bühr
Komposition: Susanne Hinkelbein
Regieassistenz: Leonie Gottschald
Dramaturgie:
Premiere: 18. Juli 2020

Pressestimmen

  • "Allmählich wird man hineingezogen in die Welt Hyperions, tun sich zeitlos aktuelle Parallelen auf, etwa wenn sich sein Freund Alabanda mit den stumpfen, gewalttätigen Handlangern der Revolution einlässt. Die Welt verändern, das will auch Hyperion, gewiss. Aber im Geist der Liebe. Den Frieden, den er in der Natur erlebt,  - wo jetzt, um halbzehn schreiend die Krähen ihre Schlafplätze suchen - die alles erfüllende Liebe, die er in Diotima findet, er will dieses Privatglück zum kollektiven Menschenglück ausdehnen. Geht gründlich schief. [...] Diese schmerzlichen Dialoge zwischen Diotima und Hyperion, wenn er ins Leben = die Schlacht hinaus muss, sie, mother nature and godness' daughter, ihn halten will, ihn schließlich versteht, ziehen lässt - da entsteht Theater, das machen Linda Schleppps und Martin Obertz gut, Olbertz, der seinen Text mit einer Fremdheit und Naivität spricht, dass man sofort einen Hölderlin vor Augen hat. Wenn Diotima schreibt, schreibt auch Linda Schlepps, zumindest wenn man zu ihr hochguckt, dann sieht man ihre Schreibhand sich bewegen. Hyperion liest ihre Zeilen im gleichen Moment, schöne Simultanität, man sieht es am Mienenspiel von Martin Olbertz. Mehr Schauspiel ist nicht drin, auf Stühlen in luftiger Höhe festgebunden." (Peter Ertle)
    Schwäbisches Tagblatt, 20.07.2020

Organisatorisches

Termine:

Premiere: Sa. 18. Juli 2020

So. 19. Di. 21., Mi. 22., Fr. 24., Sa. 25. Juli
Di. 28., Mi. 29., Do. 30., Fr. 31. Juli,
Di. 4. Aug., Mi. 5. Aug., Do. 6. Aug., Fr. 7. Aug., Sa. 8. Aug. So. 9. Aug.

Beginn: jeweils 21.00 Uhr
Dauer: 1 Stunde 20 Minuten (ohne Pause)
Ort: Seufzerwäldchen Neckarinsel Tübingen; Der Eingang befindet sich am Silcherdenkmal (Zugang über Eberhardsbrücke oder Brücke von der Uhlandstraße kommend)

Aus veranstaltungstechnischen und pandemiebedingten Gründen gibt es keine Pause, keine Bewirtung und keine Toiletten am Veranstaltungsort. Wir bitten um ihr Verständnis.

Wir spielen Open Air. Bitte kleiden Sie sich dem Wetter entsprechend. Regenschirme sind nicht erlaubt. Wird die Veranstaltung auf Grund der Wetterlage vom Veranstalter abgesagt, werden die Karten rückerstattet. Wird erst nach 45 Minuten abgebrochen, gilt die Veranstaltung als gespielt.

Kartenvorverkauf

Kategorie S :
Vorverkauf: 29,00 Euro / 14,50 Euro ermäßigt
Abendkasse: 34,00 Euro / 17 Euro ermäßigt

Da es sich um eine Sonderveranstaltung der Kategorie S außerhalb unserer Heimspielstätte handelt können keine Abos verwendet werden. SoliAbos und Volkstheaterabos können ab Beginn der neuen Spielzeit in Melchingen eingelöst werden. Wir freuen uns auf Sie!

Die Abendkasse öffnet um 20:30 Uhr , also 30 Minuten Minuten vor Veranstaltungsbeginn.
Ob die Veranstaltung ausverkauft ist, können Sie unserer Webseite entnehmen.

Wir möchten Sie sehr darum bitten, die Karten im Vorverkauf oder online zu erwerben. So erleichtern Sie uns die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen zum Schutze unserer aller Gesundheit am Abend umzusetzen.

Bitte beachten Sie folgende Hinweise:

Liebe Gäste.
Aufgrund der vom Land Baden-Württemberg verfügten Anordnung im Rahmen der Maßnahmen zur Eindämmung der Infektion mit dem Corona-Virus müssen wir Sie auf die derzeitigen Regelungen hinweisen.

  • Eintrittskarten werden nur gegen Angabe von Name, Telefonnummer oder Adresse jedes Gastes ausgegeben.
  • Vor- und nach der Vorstellung gilt vor und auf dem Veranstaltungsgelände eine Alltagsmaskenpflicht. Bitte halten Sie grundsätzlich zu Personen, welche nicht zu Ihrem Hausstand gehören, mindestens 1,5 m Abstand ein.
  • Am Eingang steht Ihnen ein Desinfektionsspender zur Verfügung. Bitte nutzen Sie diesen!
    Alle Sitzplätze sind 1,5 m voneinander getrennt. Diese dürfen verordnungs- aber auch künstlerisch bedingt nicht verstellt werden.

Vielen Dank!