Monolog einer Klimaaktivistin

Seit Anfang der 70er Jahre weiß die Menschheit von der sich anbahnenden Klimakrise, die sich inzwischen auch in Form von Unwettern in unserer sogenannten gemäßigten Zone niederschlägt. Wir sind in einer Klimaeskalation angelangt. Jedes Kilogramm CO2, das weiterhin in die Atmosphäre geblasen wird, hat exponentielle Konsequenzen. Wir können den Klimawandel schon lange nicht mehr aufhalten, nur noch abmildern. Wir befinden uns in einem Jahrzehnt, das als das letzte gilt, in dem noch substanziell etwas bewirkt werden kann. Und trotzdem machen wir auf vielen Ebenen so weiter wie bisher. Ein Umdenken fällt uns schwer, unsere Lebensgewohnheiten zu ändern und unsere Privilegien aufzugeben, scheint uns undenkbar. Es macht den fatalen Eindruck, als seien wir trotz allen Wissens unfähig zu handeln.
Mit welcher Blindheit sind wir geschlagen? Mit welcher Ignoranz hält die Mehrheitsgesellschaft zu Lasten der nachfolgenden Generationen am eingeübten Konsumverhalten fest? Und wenn die jungen Menschen angesichts der massiven Bedrohung zivilen Ungehorsam leisten, um den großen Rest der Gesellschaft aufzurütteln, entsteht eine Welle der Empörung. Doch wir sollten ihnen zuhören. Bühne frei!

Das Stück ist geeignet für die Bühne, die Schulaula oder das Klassenzimmer.

Regie: Carola Schwelien
Es spielt: Hannah Im Hof
Premiere: 30. März 2023