Edith Ehrhardt adaptierte Hauffs Geschichte für die Melchinger Bühne, führte Regie und verwandelte „Das kalte Herz“ in ein so schönes wie schlichtes Stück, dem es bei aller Märchenhaftigkeit durchaus nicht an Zeitbezug fehlt. (…) Wie Peter sich in ein Ungeheuer wandelt, das spielt Luca Zahn famos: Eben ist er noch der etwas unsichere, auch ungeschickte, eitle, doch liebenswerte kleine Mann – im nächsten Augenblick schon ist sein Blick ruhig und kalt, drückt seine Haltung gefühllose Überlegenheit aus. (…) Der Dialekt, der vielen Szenen Charakter und leise Komik gibt, wird nie zu sehr aufgetragen. Zuletzt endet „Das kalte Herz“ am Theater Lindenhof zwar knapper als bei Wilhelm Hauff, aber doch in derselben Tonlage: Peter Munk wird von seiner Lisbeth (Hannah Im Hof) auf sehr angenehme Weise ins Leben zurückgeholt und weiß fortan, welche Geister man meiden sollte. (Thomas Morawitzky).