Requiem für den Untergang
von Jeremias Heppeler

Gustav Asche gehört zu einer Generation, die mit der Sorge um die Zukunft des Planeten erwachsen geworden ist. Während andere ihren Alltag weiterleben, ziehen ihn Zukunftsängste immer tiefer in die Isolation. Halt findet er ausgerechnet bei einer künstlichen Intelligenz, die zunächst sachlich auf seine Fragen antwortet, sich dann jedoch immer stärker an seine Persönlichkeit anpasst – bis sie schließlich mit der Stimme einer verstorbenen Freundin zu ihm spricht. Was als digitales Gespräch beginnt, entwickelt sich zu einer ebenso faszinierenden wie verstörenden Beziehung. Die KI wird zur Vertrauten, Ratgeberin und einzigen Gesprächspartnerin. Doch sucht sie Trost – oder Kontrolle? Je enger die Bindung wird, desto mehr verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und virtueller Welt.
Das Labyrinth der isomorphen Schatten ist ein packendes Schauspiel über Einsamkeit, Zukunftsängste und die Macht künstlicher Intelligenz. Es erzählt von der menschlichen Sehnsucht nach Verständnis und Nähe in einer zunehmend digitalen Welt – und stellt die drängende Frage, wem wir vertrauen, wenn Maschinen beginnen, humaner zu wirken als Menschen. Das Stück basiert auf einer wahren Begebenheit, die 2023 eine Debatte über die Verantwortung künstlicher Intelligenz, digitale Abhängigkeit und die Grenzen menschenähnlicher Systeme auslöste.
Der Autor bietet ergänzend Workshops und Publikumsgespräche für Schulklassen an. Gemeinsam mit den Jugendlichen
werden Themen wie Künstliche Intelligenz, digitale Ethik, Zukunftsängste, Medienkompetenz und die Verantwortung im Umgang mit neuen Technologien diskutiert. Das Begleitangebot eignet sich besonders für die Oberstufe und kann an Alter und
Unterrichtsschwerpunkte angepasst werden.

VORLAGE, EINRICHTUNG, MUSIK Jeremias Heppeler
PREMIERE 18. Juni 2027, Melchingen