In der Pausa wird ein Zopf gebacken, wird gehobelt, montiert der Zimmermann einen Stützbalken, zieht der Geruch von Schweißerarbeiten ins Publikum. Die größte Stärke der Inszenierung ist die Bogenhalle der Pausa, die hier in ihrer ganzen Tiefe bespielt wird. Ingo Bracke hat sie gestaltet, unter Mitarbeit von Finn Bühr, der seinerseits das diskrete Sounddesign schuf. Die Bogenhalle, einst Produktionsstätte einer Textildruckfirma, wird von Stoffbahnen unterteilt, Projektionen verwandeln sie, Gestelle kreisen in ihr. Jeder der Handwerker, die im Stück auftreten, wird in seiner eigenen Arbeitswelt gezeigt. (…) Mit seiner Mischung aus Doku- und Diskurstheater trifft der Lindenhof einen Nerv, weckt eine Sehnsucht, stellt Menschen ins Licht, die fast vergessen wurden im Gewusel der digitalen Fachkräfte und Geschäftsleute, das die Gegenwart beherrscht. (Thomas Morawitzky)