Von 14.-29. September 2019

Aus Anlass des 1200jährigen Jubiläums Aspergs und der Festung Hohenasperg entsteht ein Theaterstück.  Auf dem Berg haben sich viele Geschichten ereignet. Aber es wurde auch gelebt, auch wenn dieses Leben über die Jahrhundert sehr unterschiedlich aussah. Aus Originalquellen hören und blicken wir in die Geschichte und erfahren wir, wie über den Hohenasperg und seine Gefangenen gedacht und gesprochen wurde.  Geschichten voller Tragik, aber auch Kuriositäten.
Und wir wagen auch den Blick ins Heute: Was ist Recht, was Gerechtigkeit? Wie unterscheidet sich  Rechtsprechung gestern und heute? Es geht um Macht und Ohnmacht, Staat und Bürger. Es geht um das Ansehen des Hohenasperg, den „Demokratenbuckel“,  und um die Frage wie dieser Ort Jahrhunderte lang für die staatliche Unterdrückung des Kampfes um politische Rechte, Freiheit und Demokratie stehen konnte. Wir kontrastieren das Gestern mit dem Heute und einer Welt, in der Journalisten eingesperrt, willkürliche Falschmeldungen in die Welt und antidemokratische Stimmen gehört werden. Was macht der Staat? Was die Justiz?

Gespielt wird im Burggraben der Festung Hohenasperg.
Der Kartenvorverkauf wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Regie: Christof Küster
Dramaturgie: Barbara Brandhuber
Bühne & Kostüme: Maria Martinez Peñja
Text:
 Axel Krauße & Peter Sindlinger
Premiere: 13.09.2019

Der Hohenasperg

Die Festung Hohenasperg war von 1535 bis 1693 eine aktive Festung des Landes Württemberg auf dem Hohenasperg, oberhalb der Stadt Asperg im heutigen Landkreis Ludwigsburg. Bis 1945 waren hier auch viele prominente Gefangene inhaftiert. Aufgrund der vielen, teilweise auch politisch aktiven, inhaftierten Intellektuellen vom 18. bis ins 20. Jahrhundert nannte der Volksmund die Festung auch „Hausberg der schwäbischen Intelligenz“. Berühmt ist  beispielsweise der Besuch Schillers beim inhaftierten Dichter Schubart auf dem Hohenasperg 1781. Weitere prominente Insassen waren Friedich List, im Nationalsozialismus Eugen Bolz, in den 70er Jahren der „Remstal-Rebell“ Helmut Palmer und in den 90er Jahren Peter Graf.
Seit 1968 ist der Hohenasperg das Vollzugskrankenhaus der baden-württembergischen Justiz und  zuständig für die ärztliche Versorgung stationär behandlungsbedürftiger kranker Gefangener in Baden-Württemberg.