Stauffenbergs Schwur

Eine theatralische Annäherung

Nach dem dokumentarischen Stück von Andreas Vogt Mitarbeit: Ida Ott

Stauffenbergs Schwur


Als Kopf des militärischen Widerstands gegen Adolf Hitler verübte Claus Schenk Graf von Stauffenberg am 20. Juli 1944 im Führerhauptquartier „Wolfschanze“ ein Bombenattentat auf den Diktator. Der Staatsstreich scheiterte. Noch in der darauffolgenden Nacht wurde Stauffenberg in Berlin im Hof des Bendlerblocks hingerichtet. „Stauffenbergs Schwur“ unternimmt mit den Mitteln des dokumentarischen Theaters eine für uns Nachgeborene nicht einfache Annäherung an die Biographie Stauffenbergs und sein vom elitären Kreis um den Dichter Stefan George geprägtes Denken. Dabei treten auch regionale Bezüge in den Blickpunkt, verbrachte der in Stuttgart aufgewachsene Stauffenberg doch regelmäßig die Sommermonate auf dem Landsitz seiner Familie in Albstadt-Lautlingen.

"Stauffenbergs Schwur“ fragt nach den entscheidenden Wegmarken, die den konservativen Patrioten und überzeugten Soldaten in den Widerstand führten und zum Attentäter werden ließen. Am Vorabend des 15. November 2007, Stauffenbergs 100. Geburtstag, wurde das Stück im Rahmen der 24. Baden-Württembergischen Literaturtage 2007 in Albstadt uraufgeführt.

Es spielen: Charles-Antoine Duflot, Oliver Moumouris, Gerd Plankenhorn, Linda Schlepps

Inszenierung: Philipp Becker
Bühne und Kostüme: Ilona Lenk                        Regieassistenz: Alexandra Waiblinger

Stauffenbergs „Schwur“


Gemeinsam mit den engsten Freunden verfasst Anfang Juli 1944

Wir glauben an die Zukunft der Deutschen.

Wir wissen im Deutschen die Kräfte, die ihn berufen, die Gemeinschaft der abendländischen Völker zu schönerem Leben zu führen.

Wir bekennen uns im Geist und in der Tat zu den grossen Überlieferungen unseres Volkes, das durch die Verschmelzung hellenischer und christlicher Ursprünge in germanischem Wesen das abendländische Menschentum schuf.

Wir wollen eine Neue Ordnung, die alle Deutschen zu Trägern des Staates macht und ihnen Recht und Gerechtigkeit verbürgt, verachten aber die Gleichheitslüge und beugen uns vor den naturgegebenen Rängen.

Wir wollen ein Volk, das in der Erde der Heimat verwurzelt den natürlichen Mächten nahebleibt, das im Wirken in den gegebenen Lebenskreisen sein Glück und sein Genüge findet und in freiem Stolze die niederen Triebe des Neides und der Missgunst überwindet.

Wir wollen Führende, die aus allen Schichten des Volkes wachsend, verbunden den göttlichen Mächten, durch grossen Sinn, Zucht und Opfer den anderen vorangehen.

Wir verbinden uns zu einer untrennbaren Gemeinschaft, die durch Haltung und Tun der Neuen Ordnung dient und den künftigen Führern die Kämpfer bildet, derer sie bedürfen.

Wir geloben untadelig zu leben, im Gehorsam zu dienen, unverbrüchlich zu schweigen, und füreinander einzustehen.

Infomaterial zum Download

 

  •  Kritiken
    "Die Welt" hier
    "Südkurier" hier

  •  Fotos (zum download auf das Bild klicken)

Stauffenberg Ensemble         Stauffenberg

Theater Lindenhof Melchingen · Unter den Linden 18 · 72393 Burladingen-Melchingen